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Er ist in meinen Gedanken

Posted by Émilia Rennart Labels: , , , ,

  


Amalie



Ich wachte auf. Nacht und Tag umarmten sich in einem Morgen. In diese Stille des neu geborenen Morgens lächelte ich hinein.

Verlorene Sonnenstrahlen der Morgensonne zeichneten orangefarbene Schatten auf die Wand. Ich schloss die Augen und träumte ihn. Seine grüngoldfarbenen Augen sehen mich an. Ich spiegele mich in ihnen. Ein sanftes Lächeln umspielt seinen Mund.

Ich lächele. Ich zeichne zärtlich mit den Fingern Kreise auf seine Brust. Ich berühre seine Lippen in einem ganz sanften Kuss, bis dunkelrot Liebe alle Sinne belebt. Mein Herz rennt mir fast davon.

"Frag’ mich nicht…….frag’ mich nichts in dieser Nacht." träume ich. Ich küsse ihn leidenschaftlich und umarme ihn ……Fühle seine warme Haut unter meinen Fingerkuppen knistern....Milch und Honig....Ich rieche Milch und Honig. Seine Haut duftet danach. Ich küsse sein Schlüsselbein, wandere küssend zu seinem Hals, küsse...



Der Handywecker riss mich gnadenlos aus dem Traum aus ich seine pochende Halsschlagader küssen wollte.

Es dauerte noch eine winzige Ewigkeit bis mein Puls sich normalisierte.

"Eule du!" schimpfte ich mit mir. "Da schreibt dir ein Mann den du ein einziges Mal flüchtig gesehen hast ein paar schnulzige Worte und du träumst ihn. Na und...." schimpfte ich in Gedanken weiter mit mir, "er hat dir geschrieben. Das ist auch schon alles. Hast sonst nichts zu denken? Denke an dein Studium und konzentriere dich darauf. "

Wieder spazierte er in meinen Gedanken. Ich widmete mich dem Papierberg, um ihn Stück für Stück abzutragen. Ich bemühte mich nicht an ihn zu denken und mich auf meine restliche Arbeitszeit zu konzentrieren. Aber er verschwand nicht aus meinen Gedanken.

Endlich habe ich die restlichen zwei Stunden geschafft und endlich konnte ich aufatmen. 

Feierabend und er war immer noch in meinen Gedanken.



Draußen regnete es. Ich konnte es kaum erwarten nach Hause zu kommen. Ich freute mich auf ein warmes Bad, auf einen leckeren warmen Kakao und auf meine neue Couch.

"Soll ich auf seinen Brief antworten?" dachte ich. "Ich bin unsicher. Und ich bin neugierig auf ihn."

Zu Hause angekommen, in meiner vorstädtischen Gemütlichkeit, streifte ich meine Kleidung ab und legte mich in das warme nach Milch und Mandeln duftende Schaumbad.

Ich genoss es, nach einem langen und stressigen Arbeitsag ausgiebig zu baden. Ich wusch und kurte meine langen Haare. Wärend die Haarkur ihre Wirkung enfaltete dachte ich darüber nach, ob ich ihm schreiben sollte.

Ich stieg langsam aus der Badewanne, trocknete mich ab, wickelte einen Haartuch-Turban um meine Haare, schlüpfte in meinen himmelblauen Frotté-Bademantel.

"Kopf oder Zahl?" fragte ich mich. "Kopf bedeutet ja, Zahl bedeutet nein."

Ich nahm eine Münze und ließ sie auf die Tischplatte im Wohnzimmer fallen.

"Kopf! Aber ja, ich schreibe ihm." murmelte ich vor mich hin.





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